Bau- und Immobilienfinanzierung: Worauf Sie achten müssen
Eigenkapital und Nebenkosten einplanen
Je mehr Eigenkapital Sie in die Finanzierung einbringen, desto geringer ist der Kreditbedarf und desto günstiger sind häufig die Konditionen. Als Orientierung sollten zumindest die Nebenkosten aus eigenen Mitteln gedeckt werden können.
Zu den Kaufnebenkosten zählen unter anderem die Grunderwerbsteuer sowie Notar- und Grundbuchkosten, gegebenenfalls auch eine Maklerprovision. Diese Kosten werden in der Regel nicht mitfinanziert und sollten von Anfang an eingeplant werden.
Zinsbindung und Tilgung festlegen
Die Sollzinsbindung legt fest, für welchen Zeitraum der vereinbarte Zinssatz gilt. Eine längere Zinsbindung gibt mehr Planungssicherheit, falls die Zinsen später steigen, kann aber anfangs etwas teurer sein.
Über die Tilgung bestimmen Sie, wie schnell Sie den Kredit zurückzahlen. Eine höhere Tilgung verkürzt die Laufzeit und senkt die Gesamtkosten, erhöht aber die monatliche Belastung, weshalb eine realistische Rate wichtig ist.
Angebote vergleichen und nicht überschulden
Holen Sie mehrere Finanzierungsangebote ein und vergleichen Sie sie sorgfältig, da sich Konditionen und Gesamtkosten deutlich unterscheiden können. Achten Sie dabei nicht nur auf den Zinssatz, sondern auf die Belastung über die gesamte Laufzeit.
Kalkulieren Sie die monatliche Rate so, dass sie auch bei unerwarteten Ausgaben oder Einkommensausfällen tragbar bleibt. Wer sich nicht übernimmt und einen Puffer einplant, schützt sich vor dem Risiko der Überschuldung.

